Das Waldhorn


Das Waldhorn ist ein Blechblasinstrument, das erst seit Ende des 17. Jahrhunderts bekannt ist. Der eigentliche Durchmesser des Horns beträgt circa 30 Zentimeter, es gibt aber auch kleinere, so genannte Post- oder Jagdhörner. Ventile wurden erst im 19. Jahrhundert erfunden. Vorher wurde die Tonlage durch U-förmige Züge verändert. Heute gibt es in F und B gestimmte Hörner, aber auch Doppelhörner, bei denen man durch Drücken des Wechselventils auf das andere Horn wechseln kann. Das Horn ist eines der schwierigsten Blechblasinstrumente, da die Naturtonreihe eng aufeinander liegt. Daher ist es schwer, immer den richtigen Ton zu treffen. Gute Hornisten können bis zu dreieinhalb Oktaven spielen.
Waldhorn



Trompete

Die Trompete


Ursprünglich wurde die Trompete aus Knochen, Muscheln Tierhörnern, Holz, Ton oder Bronze gefertigt. Sie war schon in der Antike bei den Ägyptern, Römern und Hebräern bekannt. Die zylindrische Form mit einem bügelartig gebogenen Rohr wurde jedoch erst um 1500 gebräuchlich und diente der Erweiterung des Tonumfangs. Bis ca. 1300 konnte man mit der Trompete höchstens vier unterschiedliche Töne spielen, im 15. Jahrhundert waren es gerade einmal sechs bis acht Töne. Erst die Erfindung der Ventile und eines in der Länge verstellbaren Rohres ermöglichte im 19. Jahrhundert die Erzeugung aller chromatischen Halbtöne.
Während die Trompete im Mittelalter in erster Linie das Instrument der fahrenden Musikanten und Gaukler war, wurde sie in der Folgezeit zunehmend für städtische und höfische Zwecke eingesetzt und diente so beispielsweise der Repräsentation oder als Signalgeber im Krieg. Die Trompete durfte nun nur noch vor standesgemäßer Gesellschaft gespielt werden, sie wurde zum "Instrument der Könige". Diese Sonderstellung wurde erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wieder aufgehoben.



Die Posaune


Die Posaune ist um 1450 im Burgund entstanden. Ein so genannter Zug ersetzt bei ihr die sonst bei Blechblasinstrumenten üblichen Ventile. Mit diesem Zug kann ein Teil der Röhre heraus- und eingeschoben werden, weshalb sich alle Töne rein und in beliebiger Stimmung spielen lassen und ein lückenloses Schleifen zwischen zwei Tönen (glissando) ermöglicht wird. Seit dem Frühbarock hat die Posaune eine besondere Rolle im klassischen Orchester. Im Jazz wird sie gerne als solistisches Instrument eingesetzt. Auch in der Blasmusik hat die Posaune eine hohe Bedeutung.
Posaune



Tenorhorn

Das Tenorhorn / Das Bariton


Tenorhorn und Bariton gehören zu der Familie der Bügelhörner. Sie zeichnen sich durch einen weichen, obertonreichen Klang aus. Der Tonumfang entspricht in etwa dem der Posaune. Tenorhorn und Bariton werden mit einem becherförmigen Mundstück gespielt.



Die Tuba


Die Tuba ist das tiefste Baßinstrument der Blechbläsergruppe. Ihre Entstehung geht auf eine Idee des Berliners Wilhelm Friedrich Wieprecht zurück. In einer Ausstattung mit fünf Ventilen wurde sie schließlich im Jahre 1835 von Carl Wilhelm Moritz patentiert. In der Blasmusik ist die Tuba heute nicht mehr wegzudenken. Doch auch im Sinfonieorchester hat sie in Werken verschiedener Komponisten, wie beispielsweise Richard Wagner oder Anton Bruckner, einen festen Platz. Die Tuba wird wie das Tenorhorn mit einem becherförmigen Mundstück gespielt.
Tuba