Die Oboe / Das Englischhorn


Die Oboe (franz. hautbois: hohes oder lautes Holz) ist das wichtigste Instrument der Holzbläsergruppe im Sinfonieorchester. Sie entstand in Frankreich im 17. Jahrhundert und besteht aus einem schnabelförmig zugeschnittenen Doppelrohrblatt als Mundstück, einer dreiteiligen Hartholzröhre und einem komplizierten Griffloch- und Klappenmechanismus mit bis zu 23 Klappen. Durch den Atem des Bläsers wird das Rohrblatt in Schwingung versetzt, wodurch ein obertonreicher, durchdringender Klang entsteht. Der Tonumfang der modernen Oboe beträgt zweieinhalb Oktaven. Ab 1700 setzte sie sich in den Orchestern in ganz Europa durch, nachdem sie von Frankreich aus zunächst nach England gelangt war. Zur Familie der Oboe gehört auch das Englischhorn, das eine Quinte tiefer gestimmt ist. Es hat einen birnenförmigen Schallbecher und ist dunkler im Klang. Um 1720 wurde die Oboe d'amore (ital. Liebesoboe) entwickelt. Sie klingt eine Terz tiefer als die Oboe.
Oboe



Fagott

Das Fagott


Das Fagott (ital. fagotto: Bündel) ist ein tiefes Holzblasinstrument mit doppeltem Rohrblatt, das an einem Gurt um den Hals getragen wird. Es besteht aus einem etwas 2,50 Meter langen Holzrohr, das in verschieden lange Einzelstücke zerlegt ist. Sie werden durch den so genannten Stiefel, ein U-förmig gebohrtes Unterstück, verbunden. Das Fagott hat mehrer offene Grifflöcher und einen Klappenmechanismus mit bis zu 24 Klappen. Das Instrument entstand im 16. Jahrhundert zunächst in einfacherer Form, erst später setzte es sich in der dreiteiligen Form mit Knickung der Röhre durch. Es hat einen Tonumfang von etwa dreieinhalb Oktaven und einen je nach Tonlage äußerst unterschiedlichen Klangcharakter: volltönend und dunkel in der Tiefe, anmutig in der Mitte bis leicht nasal in den hohen Lagen.



Das Saxofon


Das Saxofon ist das einzige Blasinstrument, das ohne Vorbilder aus der Geschichte oder der Volksmusik entstand. 1844 wurde es vom belgischen Klarinettisten und Flötisten Adolphe Sax erfunden. Mit seinem kräftigen, ausdrucksstarken Klang sollte es nicht zuletzt ein leicht spielbarer und wetterfester Ersatz für die Klarinette sein, vor allem in der Militärmusik. Wirkliche Bedeutung erlangte das Saxofon jedoch erst im amerikanischen Jazz, bevor es wieder nach Europa zurückkam. Heute hat es seinen festen Platz in Blasorchestern und Big Bands. Im klassischen Bereich werden mit ihm neben zeitgenössischer Musik Transkriptionen von Werken Bachs und anderer Komponisten gespielt. So beispielsweise vom weltberühmten Raschèr Saxophone Quartet, das seit 1994 in Lörrach zu Hause ist und im Haus der Stadtmusik einen Proberaum gemietet hat. Das Saxofon wird in so vielen Stimmlagen gebaut wie kein anderes Instrument - vom Sopranino bis zum Subkontrabaß. In der Stadtmusik Lörrach ist es als Alt-, Tenor- und Baritonsaxofon vertreten.
Alt-Saxofon



B-Klarinette

Die Klarinette


Die Klarinette wurde von Johann Christoph Denner entwickelt. Die Frühgeschichte ist bislang weitgehend ungeklärt. Erst ab 1750 gab es eine Klarinette, die vermehrt in Orchestern eingesetzt wurde und die dem heute verwendeten Instrument ähnelte. Ihren heutigen Stellenwert verdankt die Klarinette vor allem Wolfgang Amadeus Mozart, der sie vermehrt einsetzte und auch einige Stücke für sie komponierte. Nach Mozart sorgten auch Carl Maria von Weber mit seinen zwei Klarinettenkonzerten für die weite Verbreitung als Orchesterinstrument.
Die Klarinette wird zwar in verschiedenen Stimmungen, nämlich A, B, C und Es, gebaut, doch die "typische" Klarinette ist in B gestimmt. Bei den Griffsystemen muss zwischen dem "Deutschen System" und dem "Böhm-System" unterschieden werden.



Die Querflöte


Warum gehört die Querflöte eigentlich zu den Holzblasinstrumenten? Sie ist doch gar nicht aus Holz und hat einen ganz anderen Klang als etwa die Klarinette, die Oboe oder das Saxofon. Um diese Frage zu beantworten, muß man in der Musikgeschichte ein paar Jahrhunderte zurückgehen, denn damals waren die Querflöten tatsächlich noch aus Holz. Sie hatten auch noch keine Klappen, sondern Löcher. Seit dem 17. Jahrhundert, als die Flöte immer mehr als Orchesterinstrument eingesetzt wurde, versuchten viele Flötenbauer, ihren wenig klaren Klang zu verschönern, und durch Klappen die Spieltechnik zu erleichtern. 1847 gelang es Theobald Böhm, die heutige Querflöte zu entwickeln. Er war auch der erste, der eine Flöte ganz aus Metall plante. Durch diese Veränderungen hat die Flöte einen hellen, klaren Klang bekommen, der viel stärker durchdringt.
Querflöte